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Presseaussendung am 1. Oktober 2021

Die dringende Umsetzung der Unterhaltssicherung ist ausständig
Österreichisch Plattform für Alleinerziehende fordert Lückenschluss beim Kindesunterhalt als Wendepunkt für eine sichere Zukunft der Kinder.
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Wien, 1.10.2021: Die aktuellen Zahlen aus der Unterhaltsbefragung zeigen sehr deutlich die Unterhaltslücke bei Kindern in Alleinerziehenden Familien in Österreich. „Fehlt der Unterhalt, hat das unmittelbare Auswirkung auf die Lebensqualität die Kinder. „Wir freuen uns, dass mit der aktuellen Unterhaltsbefragung nun endlich die von uns so lange geforderten repräsentativen Zahlen zum Kinderunterhalt vorliegen. Auf dieser Basis können jetzt gute Lösungen zum Lückenschluss formuliert werden“, stellt Evelyn Martin, Vorstandsvorsitzende der ÖPA, fest. „Eine Unterhaltssicherung als Teil einer fundierten Absicherung gegen Kinderarmut ist eine unserer wichtigsten Forderungen. Es wird ein großer Tag für sehr viele Kinder sein, wenn diese einmal beschlossen wird,“ so Martin weiter.

Breite Absicherung gegen Kinderarmut
59 000 (36%) der minderjährigen Kinder von Alleinerziehenden bekommen gar keinen Geldunterhalt, Unterhaltsvorschuss und auch keine Halbwaisenrente. Rund 44 000 Kinder (27%) haben überhaupt keinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen. Und weiter: Etwa die Hälfte der Kinder beziehen nicht mehr als 250 Euro pro Monat. Diese Zahlen zeigen ein deutliches Bild. Für ganzheitliche Sicherungsleistungen ist es aber ebenso notwendig, dass die Unterhaltsicherung bis zum Ende der Ausbildung ausgebaut wird. „Besonders große Hoffnung zur Senkung der Kinderarmut setzen wir auch auf die Konzepte und Pläne die zur EU Kindergarantie erstellt werden“, erklärt Martin und weiter: „Mindestens ebenso wichtig, ist, dass Familien in ihrer Vielfältigkeit nun endlich bei allen politischen Maßnahmen gleichwertig anerkannt werden. Diese Forderung steht schon sehr lange auf unserer politischen Agenda“.


Familienbonus und Steuerreform erreichen gutverdienende Eltern. Es ist eine Chimäre, dass Familien mit kleinem Einkommen davon profitieren könnten. Familien brauchen ein faires Transferleistungssystem, damit sie weder zu Almosenempfängerinnen noch zu Ausgegrenzten gemacht werden.

 

Fakten:
2020 gab es in Österreich 162 000 Alleinerziehende  davon waren 88,2, % Mütter und 11,8% Väter. Sie hatten die Sorgepflicht für etwa 238 100 Kinder unter 25 Jahren.
45% der Alleinerziehenden sind von Armut und/oder Ausgrenzung betroffen.

Unterhaltsbefragung Statistik Austria: https://www.statistik.at/web_de/presse/126801.html
Regelbedarf: http://www.jugendwohlfahrt.at/rs_regelbedarf.php

Jahre         00-03 Jahre     03-06 Jahre     06-10 Jahre     10-15 Jahre     15-19 Jahre     19-28 Jahre
2021/22    219                      282                  362                  414                  488                  611
2020/21    213                      274                  352                  402                  474                  594

Zur Organisation:
Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) setzt sich seit mehr als 30 Jahren zum Ziel, dass alleinerziehende Eltern und ihre Kindern allen anderen Familien rechtlich und sozial gleichgestellt werden. Ihre besondere Aufmerksamkeit gehört Familien, die ihren Lebensunterhalt nur schwer finanzieren können und daher die Unterstützung der Gesellschaft brauchen.

Kontakt:
Doris Pettighofer, BA
Ltg. der Geschäftsstelle
Mobil: +43 0676 9670908  
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Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Türkenstraße 3/3
1090 Wien
Tel.: 01/ 890 3 890
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www.oepa.or.at

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