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Presseaussendung am 26. April 2021

Angebot der Sommerbetreuung für Kinder muss ausreichend und leistbar sein
UTL: Plattform für Alleinerziehende fordert vom Bund ausreichende finanzielle Absicherung für personelle Ressourcen von qualitätsvollen und kostengünstigen Betreuungsangeboten während der Sommerferien.
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Wien, 26.04.2021: Nach einem Jahr Corona Pandemie bekommen Alleinerziehenden-Familien die Folgen der Krise überdimensional zu spüren. Die langen Sommerferien in Verbindung mit der Krise sind eine enorme Herausforderung welche viele Alleinerziehende vor scheinbar unlösbare Betreuungsprobleme stellt. Bei neun Wochen Ferien und wochenlangen Schließzeiten von Kindergärten im Sommer braucht es ausreichende und leistbare Angebote für Kinderbetreuung. „Keinesfalls dürfen Eltern gezwungen sein, sich zwischen Kindeswohl und Existenzsicherung entscheiden zu müssen, weil es keine geeignete Kinderbetreuung gibt. Es ist dringend notwendig, dass die Bundesregierung zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellt“ fordert Evelyn Martin, Vorstandsvorsitzende der ÖPA. „Alleinerziehende sind mehr als alle anderen auf Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder angewiesen. Derzeit wissen viele nicht, wo und wie die Kinder im Sommer betreut werden können und vor allem, wie sie sich das leisten sollen“ führt Evelyn Martin aus.

 

Betreuungsangebote im Sommer zu teuer oder zu schnell ausgebucht


„Kinderbetreuung ist ein Schlüsselfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es braucht schnellstmöglich ausreichende und kostengünstige Angebote, damit den Eltern ihre Jobs erhalten bleiben!“ legt Martin dar. Durch diverse Lockdown- und Quarantänemaßnahmen haben Eltern vielfach ihre Urlaube aufgebraucht. Es fehlen in ganz Österreich kostengünstige Angebote für Eltern, die eine gute und durchgängige Kinderbetreuung leistbar machen. „Ferienbetreuung auf dem privaten Markt kostet mindestens 140€ pro Woche und Kind. Durchaus üblich sind Kosten von 250€ und mehr. Rechnet man das auf neun Wochen und möglicherweise mehrere Kinder wird gute und durchgängige Kinderbetreuung nicht leistbar!“ empört sich Martin. Gleichzeitig waren kostengünstige und begrüßenswerte Angebote wie z.B. die Vienna City Camps mit Kosten von 50€ pro Woche und Kind und 25€ für Geschwisterkinder, innerhalb kürzester Zeit ausbucht - der Bedarf um ein Vielfaches größer als das Angebot.


Fakten
2020 gab es in Österreich 162.000 Alleinerziehende davon waren 88,46% Mütter und 11,54% Väter. Sie hatten die Sorgepflicht für etwa 238.100 Kinder unter 25 Jahren, davon waren wiederum ca. 33.200 Kinder noch nicht in der Schule. 70.800 Kinder waren zwischen 6 und 14 Jahren. (Statistik Austria; Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2020) 47% der Alleinerziehenden sind von Armut und/oder Ausgrenzung betroffen. (Statistik Austria (2020):Armutsgefährdung vor und nach sozialen Transfers nach soziodemographischen Merkmalen 2019.) Die Arbeitslosigkeit der Arbeitnehmerinnen ist mit einem Plus von 34 Prozent deutlich stärker angestiegen als die der Männer (plus 22 Prozent, jeweils inklusive SchulungsteilnehmerInnen).


Zur Organisation:
Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) setzt sich seit mehr als 30 Jahren zum Ziel, dass alleinerziehende Eltern und ihre Kindern allen anderen Familien rechtlich und sozial gleichgestellt werden. Ihre besondere Aufmerksamkeit gehört Familien, die ihren Lebensunterhalt nur schwer finanzieren können und daher die Unterstützung der Gesellschaft brauchen.


Kontakt
Jana Zuckerhut
Projektleitung, Sprecherin
Mobil: +43 0650 622 36 06  
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Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Türkenstraße 3/3
1090 Wien
Tel.: 01/ 890 3 890
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www.oepa.or.at

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