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Presseaussendung am 20. November 2020

Alleinerziehende: Kinderrechte in der Corona Krise wahren
Utl.: Internationaler Tag der Kinderrechte: Plattform für Alleinerziehende fordert die Einhaltung der Kinderrechte in allen Maßnahmen zur Corona Krise

 

Wien, 20.11.2020: Kinder haben neben dem Recht auf Bildung auch ein solches auf Erholung und Spiel. Kinder haben ein Recht darauf, Kind sein zu dürfen. Kinderrechte dürfen auch oder gerade in einer Krise nicht missachtet werden oder unberücksichtigt bleiben. „Kinder und ihre Rechte bleiben derzeit auf der Strecke. Sie werden weder gehört noch angesprochen. Schlimmer noch, ihnen werden Lasten aufgebürdet, denen sie nicht gewachsen sind“, so Evelyn Martin (Vorsitzende der ÖPA).


Alle Kinder haben die gleichen Rechte
Kinder dürfen nicht für die Kosten der Krise zahlen. Voraussetzung dafür ist es Maßnahmen zur Beseitigung von Ungleichheit mit gezieltem Fokus auf die Kinderrechte zu stärken. Kinder aus Familien mit schlechteren Voraussetzungen wie Armut, sprachlichen Barrieren, geringem Bildungsniveau der Eltern, oder mit nur einem Elternteil - oft Familien, die mehrere dieser Aspekte vereinen -  müssen verstärkt Unterstützung bekommen, damit für alle die gleichen Rechte gelten. Positive Ansätze wie der vereinfachte Unterhaltsvorschuss, Härtefallfonds oder Digitalisierung in Schulen müssen besonders im Hinblick auf benachteiligte Kinder weiterentwickelt werden. „Wir können es nicht dem Glück überlassen, wie das Leben eines Kindes verläuft: Gleiche Chancen für jedes Kind! Dafür zu sorgen ist Ihre Verantwortung als gewählte Politiker*innen. Lassen Sie diese nicht im Stich!“, betont Martin.

 

Sozialstaatliche Verantwortung wahrnehmen
Studien über vergangene Krisen zeigen, dass sich Ungleichheit nach Krisen verschärft. Damit das nicht geschieht, ist ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat notwendig. Im Falle von Alleinerziehenden ist daher vorrangig: Ausbau der Kinderbetreuung, Bekämpfung der Kinderarmut, Gleicher Zugang zu Bildung, Staatliches Sicherungsnetz zur Existenzsicherung. Die Kenntnisse von Entscheidungsträger*innen über die verschiedenen Lebenswelten der Kinder sind ausschlaggebend für die erfolgreiche Entwicklung. Sozialstaatliche Verantwortung darf nicht in die Familien rückgespielt werden, auch nicht in der Krise. „Alleinerziehende können diese Belastungen nicht alleine tragen. Deshalb rufen wir die Regierungsvertreter*innen dazu auf, Kindern und Jugendlichen Perspektiven zu bieten. Aussagen, dass ältere Geschwister auf jüngere aufpassen oder Kinder Verantwortung für die Gesundheit ihrer Großeltern übernehmen sollen spiegeln Unverständnis und eine grobe Missachtung der Kinderrechte wieder.“, bekundet Martin.

 

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