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Eine Frau mit einem Büch über dem Kopf

100 Jahre Verfassung: Armutskonferenz legt Gesetzesentwurf für soziale Menschenrechte vor

Die Schönheit der Verfassung würdigen, heißt sie vervollständigen: Menschenwürdiges Dasein, Mindestversorgung, Gesundheit und Bildung

Gesetzesentwurf

(30.09.2020) Die Armutskonferenz konkretisiert aus Anlass 100 Jahre Verfassung den langjährigen Plan, soziale Menschenrechte als Verfassungsrechte anzuerkennen, und legt zum Jubiläum einen konkreten Gesetzesentwurf vor. „Die Schönheit der Verfassung zu würdigen, heißt sie um soziale Menschenrechte zu vervollständigen“. Bereits der Konvent zur Reform der österreichischen Verfassung hatte sehr weit fortgeschrittene Bestimmungen diskutiert. Das Regierungsprogramm sieht eine Erweiterung des Grundrechtskatalogs vor.
Österreich-Konvent und Europäische Grundrechtscharta als Vorbild

Der Entwurf der Armutskonferenz „Bundesverfassungsgesetz soziale Sicherheit“ sieht neben der Gewährleistung eines „menschenwürdigen Daseins“ für alle Menschen folgende Rechte vor: das Recht auf Gesundheitsversorgung, das Recht auf Bildung und das Recht auf Mindestversorgung. „Jeder Mensch hat das Recht auf Mindestversorgung, die ein menschenwürdiges Dasein, insbesondere materielle Sicherheit, soziale und gesellschaftspolitische Teilhabe, gewährleistet“, heißt es im Gesetzesentwurf der Armutskonferenz. Weiters macht der Entwurf Vorschläge für menschenrechtsbasierte Budgets und damit verbunden die Verwendung von öffentlichen Mitteln auf Basis von Menschenrechtsprinzipien, insbesondere der Nicht-Diskriminierung und Verteilungsgerechtigkeit.

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Sozialshop Wien erweitert Angebot für Bedürftige

Der Verein SozialShop eröffnet weitere Filialen in Wien

Der Verein SozialShop eröffnet 2 weitere Filialen in Wien, um Bedürftige und von der Armut gefährdete Menschen zu versorgen.
Aufgrund der gestiegenen Anzahl von Arbeitslosen und MindestsicherungsbezieherInnen eröffnet der Verein 2 weitere Filialen, eine in der Amortgasse 17, 1140 Wien und eine weitere in der Adolf-Loos-Gasse 6, 1220, um die Bedürftigen und in Geldnot geratenen mit Lebensmitteln zu versorgen.

Menschen die von Armut betroffen sind oder aufgrund der momentanen Krise ihre Arbeit, und somit ihre finanzielle Sicherheit, verloren haben, können sich im SozialShop mit günstigen Lebensmitteln und Waren des täglichen Lebens versorgen. Um sich anzumelden reicht eine Einkommensbestätigung (vom AMS, Sozialamt, Pensionsbestätigung, Lohnzettel, etc.) und ein amtlicher Lichtbildausweis.

Durch den erheblichen Anstieg an Arbeitslosen und die im Herbst zu erwartenden Häufungen von Kündigungen, hat sich der Verein darauf vorbereitet weitere Standorte zu eröffnen um noch mehr Menschen zu versorgen. Es werden nun auch Produkte zugekauft und weiter gegeben um die Menschen mit allem Nötigen zu versorgen.

Es werden auch weitere ehrenamtliche HelferInnen gesucht, da der Anstieg der Lebensmittelspenden die abzuholen und zu sortieren sind rasant angestiegen ist. “Wir sind wirklich für jede helfende Hand dankbar in dieser Zeit.” lässt er ausrichten. Wer helfen möchte kann sich direkt per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden und erfährt dort wie man aktiv werden kann.

Filialen:
Amortgasse 17, 1140
Denisgasse 24, 1200
Adolf-Loos-Gasse 6, 1210
Pragerstraße 142, 1210

Für weitere Fragen, Kommentare oder etwaige Anliegen steht Ihnen jederzeit unser Projektkoordinator Hr. Feysulah Milenkovic zur Verfügung.
Kontakt per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Tel unter 06606220273

Fest für Alleinerziehende und ihre Kinder am 28.09.2020

Der Internationale Tag Alleinerziehender wurde 2019 in Berlin zum Leben erweckt, ab heuer ist auch Wien bei dem Versuch, einen neuen Feiertag zu etablieren, mit dabei.
Die VeranstalterInnen freuen sich auf viele TeilnehmerInnen, diesmal mit Anmeldung wegen Covid19 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

ORTSWECHSEL aufgrund der Wetterbedingungen!!!

Das Amerlingbeisl, 1070, Stiftgasse 8, stellt den überdachten Innenhof zur Verfügung. Sie können also gerne mit Entourage kommen.
Auf der Pawlatschen (dort werden Sie platziert für Ihren Programmpunkt) gibt es Platz für 10-15 Personen.

 

28. September 2020 - 15:30 bis 19:30 Uhr

 

ABLAUF

 

Initiative "getrennt gemeinsam Eltern sein"

Die Initiative „getrennt gemeinsam Eltern sein“ ist aus der Zusammenarbeit zur Broschüre „Doppelresidenz – Ein Betreuungsmodell für uns?“ entstanden und besteht aus vier Organisationen: JUNO, ÖPA, PLATTFORM DOPPELRESIDENZ und RAINBOWS.
Gemeinsam haben wir uns das Ziel gesetzt, gute Lösungen für getrenntlebende Eltern zu erarbeiten und zu fördern. Lösungen für Familien müssen aus unserer Sicht immer für alle Familienmitglieder gut lebbar, zumutbar und einem guten Miteinander förderlich sein. Im Zentrum steht aber immer das Wohl der Kinder.
Es ist den Mitgliedern der Initiative ein Anliegen, verschiedene Blickwinkel auf Elternschaft nach einer Trennung einfließen zu lassen. Die Initiative setzt sich daher aus Organisationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Wir wollen einen öffentlichen Dialog anstoßen und gestalten, um auch die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für gute Lösungen zu schaffen.

DOWNLOAD der Broschüre

Für Bestellungen der Druckausgabe schreiben Sie bitte ein Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Presseaussendung am 19. Mai 2020

 

Alleinerziehende: Sommerbetreuung ist Frage der Existenzsicherung

 

UTL: Plattform für Alleinerziehende fordert, sofortige ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen auf Bundesebene bereit zu stellen. Jetzt - Planungssicherheit für Eltern zur Sommerbetreuung der Kinder herstellen. DOWNLOAD


Wien, 19.05.2020: Nach wie vor sind Kontakte mit den Großeltern als Risikogruppe bzw. soziale Netzwerke nicht ausreichend möglich. Camps und Sommerlager fallen vielfach weg, und Urlaube sind aufgebraucht. „Alleinerziehende sind mehr als alle anderen auf Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder angewiesen. Derzeit wissen viele nicht, ob, von wem oder wie die Kinder im Sommer betreut werden können. Es braucht schnellstmöglich Planungssicherheit für Eltern, damit deren Jobs erhalten bleiben!“, stellt Evelyn Martin, Vorstandsvorsitzende der ÖPA fest. „Keinesfalls dürfen Eltern gezwungen sein, sich zwischen Kindeswohl und Existenzsicherung entscheiden zu müssen, weil es keine geeignete Kinderbetreuung gibt. Es ist dringend notwendig, dass die Bundesregierung zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellt,“ so Martin weiter. 33% der Alleinerziehenden haben lt. einer IFES Umfrage im Auftrag der Arbeitkammer einen Mehrbedarf an Betreuung im Sommer.

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Internationaler Tag der Familie - Existenzsicherung

Zum internationalen Tag der Familie weist die Österreichische Plattform für Alleinerziehende darauf hin, dass viele Ein-Eltern-Familien sich durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht fühlen und es einer auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene staatliche Unterstützung braucht. Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende wird sich auch nach dem Tag der Familie weiterhin dafür einsetzen, dass Ein-Eltern-Familien als gleichwertige Familienform anerkannt und als solche gleichwertige Förderungen erhalten.

 

Existenzsicherung für Ein-Eltern-Familien
„Aus früheren Krisen wissen wir bereits, dass dann oft die Verteilung noch ungleicher wird, als sie vor der Krise gewesen ist. Das ist auch etwas, das durch politische Maßnahmen hintangehalten werden kann.“ Armutsforscherin Univ. Prof. Karin Heitzmann
Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass aus der Corona-Gesundheitskrise keine soziale Krise wird. Ein starker Sozialstaat rettet die Wirtschaft. Staaten mit einem guten Gesundheits- und Sozialsystem kommen wesentlich besser durch die Krise, als Länder mit geringer sozialstaatlicher Infrastruktur. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, eine Sozialpolitik zu machen, die Menschen dauerhaft auffängt und die Gesellschaft in der Mitte hält.

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Presseaussendung am 29. April 2020

Probleme mit der Kinderbetreuung gefährden Arbeitsplätze

 

UTL.: Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) fordert rasche Regelungen auf Bundes- und Landesebene. Funktionierende Kinderbetreuung muss für Eltern sichergestellt werden.
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Wien, 29.04.2020: „Es ist jetzt schon Kinderbetreuung sicher gestellt für jene, die es brauchen. Jeder der Betreuungsbedarf verspürt, hat die Möglichkeit diese Betreuungsangebote in Anspruch zu nehmen“, sagte Sebastian Kurz in der Pressekonferenz am 21.04.2020. De facto gibt es hier aber große Probleme. Die ÖPA erhält immer mehr Rückmeldungen von Alleinerziehenden, dass die Betreuung von Kindern in der Praxis nicht funktioniert. Kindergärten sind geschlossen, Pädagoginnen fehlen oder Betreuungszeiten stehen nur eingeschränkt zur Verfügung, und es muss eine Auswahl bei den Anmeldungen getroffen werden. "Wird hier Kinderbetreuung gegen Arbeitsverpflichtung ausgespielt?" fragt Evelyn Martin und stellt klar: „Wer seine Kinder nicht betreuen lassen kann, obwohl der Normalbetrieb in der Arbeit wiederaufgenommen wird, verliert entweder seinen Job, oder vernachlässigt seine Kinder – in jedem Fall gefährdet diese Situation Jobs - vor allem von Alleinerziehenden und Frauen.“ Ist die schrittweise Öffnung von Schulen schon in Aussicht gestellt, fehlt es bisher an Konzepten zur Öffnung von Kindergärten.

 

Schnelle Konzepte zur Betreuung von Kindern notwendig
„Es darf nicht sein, dass Eltern die Rechnung bezahlen, weil die Regierung keine klaren Weisungen für gesicherte Kinderbetreuung herausgibt“, ist Evelyn Martin schockiert und fordert daher: „Die Regierung hat die Verantwortung Lösungen zu finden, die Eltern vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen schützen und die der Realität entsprechen. Die Verantwortung zur Betreuung der eigenen Kinder darf nicht der Verpflichtung zu arbeiten gegenüber gestellt werden. “Kindergärten sind mit der Flut an Regelungen alleine gelassen und können die Betreuungsanforderungen der Eltern oftmals nicht erfüllen. Die Öffnung der Wirtschaft kann nur mit gleichzeitiger Öffnung der Kinderbetreuung einhergehen. Dafür braucht es Konzepte, gemeinsam von Bund und Ländern.

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Presseaussendung am 20. April 2020

Unterstützungsgelder kommen nicht an - Die Österreichische Plattform fordert eine Anpassung der Richtlinien an die Lebenssituationen von alleinerziehenden und getrennt lebenden Familien sowie sofortige Aufstockung der Hilfefonds

 

Wien, 20 April 2020 – Der Corona Familienhärtefonds lässt Alleinerziehende und getrennt lebende Eltern weitgehend leer ausgehen. Die Anknüpfung an die Familienbeihilfe ist als Kriterium für Alleinerziehende und getrennt lebende Familien nicht geeignet. Ausbleibende Unterhaltszahlungen werden nicht als Einkommensverluste gesehen. Getrennt lebende Eltern, die ihre Kinder genauso betreuen und durch Unterhaltleistung ihre Verantwortung für die Kinder übernehmen, sind vom Fonds ausgeschlossen. Die Kriterien sind an einer Vater-Mutter-Kind-Mittelstandsfamilie orientiert und gehen an der Lebensrealität der Alleinerziehenden vorbei. DOWNLOAD

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Wer darf seine Kinder ab 16.03.2020 weiterhin in die Schule schicken?

Ein eingeschränkter Betrieb zur Betreuung jener Schülerinnen und Schüler, deren Eltern am Arbeitsplatz unabkömmlich sind oder aus anderen, persönlichen Gründen die Betreuung zu Hause nicht bewerkstelligen können, ist auf jeden Fall aufrecht zu erhalten. Dies ist ein wichtiger Beitrag des Bildungssystems zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft: Zu diesen Personengruppen zählen jedenfalls: 

  • Ärztinnen/Ärzte sowie weiteres medizinisches Personal
  • Pflegepersonal
  • Personal von Blaulichtorganisationen
  • Mitglieder von Einsatz- und Krisenstäben
  • Personen, die in der Versorgung tätig sind: Angestellte in Apotheken, Supermärkten und öffentlichen Verkehrsbetrieben
  • Alleinerzieher/innen

Eine Betreuung durch Großeltern oder andere Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung gefährdet sind, sollte keinesfalls gefördert werden.

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/corona_fua.html#vs

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