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Eine Frau mit einem Büch über dem Kopf

Presseaussendung am 20. November 2019

Chancen für alle Kinder sichern, muss das oberste Prinzip eines Staates sein.


Wien, 20.11.2019 – Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte macht die ÖPA erneut darauf aufmerksam, dass Kinderarmut mit allen Mitteln entgegengewirkt werden muss, um allen Kindern eine Chance auf gerechte Teilhabe zu ermöglichen.Art. 1 der Österreichischen Bundesverfassung schreibt vor: „Jedes Kind hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge, die für sein Wohlergehen notwendig sind, auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung sowie auf die Wahrung seiner Interessen auch unter dem Gesichtspunkt der Generationengerechtigkeit. Bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen öffentlicher und privater Einrichtungen muss das Wohl des Kindes eine vorrangige Erwägung sein.“ Gesundheit, Bildung, Wohnen und finanzielle Sicherheit sind aus Sicht der ÖPA die Basis um allen Kindern Chancen zu geben.

 

Das Recht des Kindes auf Gesundheit, Bildung und Teilhabe
„Das Leben und die Entwicklung eines Kindes muss uneingeschränkt gefördert werden. Ob dies im Rahmen einer Unterhaltsreform oder zusätzlich einer Kindergrundsicherung geschieht, dem stehen wir offen gegenüber. Es geht darum, Kindern ein Existenzminimum zuzugestehen, das neben dem materiellen Bedarf auch Bildung und Teilhabe umfasst“, appelliert Evelyn Martin, Vorsitzende der ÖPA. Eine Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung von 44% in Alleinerziehenden Familien ist nicht akzeptabel.“

 

Das Recht des Kindes auf qualitative Kinderbetreuung
Kinderarmut ist in unmittelbarem Zusammenhang mit der Armut der Eltern zu sehen. Das bedeutet, dass qualitative und leistbare Kinderbetreuung gesichert sein muss, damit Eltern einer Arbeit nachgehen können. „Nur so kann verhindert werden, dass sich Armut von Generation zu Generation überträgt und vor allem Ein-Eltern-Familien automatisch schlechtere Lebensbedingungen und ihre Kinder weniger Chancen haben“.

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10 Maßnahmen, 10 Geschichten für eine neue Regierung

Auf einer Pressekonferenz am 12. November 2019 präsentierte die Armutskonferenz gemeinsam mit zehn Mitgliedsorganisationen zehn Maßnahmen, die Armut bekämpfen und in ein gutes Regierungsprogramm gehören:

1. Reform des Unterhaltsrechts
Es gibt immense Lücken, die für Armut verantwortlich sind
Olivia: damit Schule und Bildung möglich wird
Details: Plattform für Alleinerziehende

2. Jugendhilfe bis zum 24.Lebensjahr
Betroffene Jugendliche brauchen Hilfe und Unterstützung über das 18.Lebensjahr hinaus
Amira: Mit Unterstützung stabiler und Rückfälle vermieden
Details: bOJA

3. Kinderrechtskonvention in Verfassungsrang heben
Soziale Rechte stärken
Leo: Alle Kinder in Österreich sollen die gleichen Rechte haben
Details: Katholische Jungschar

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RAINBOWS Angebote 2019 - Wien

Wenn Eltern sich trennen, ist das für die Kinder ein einschneidendes Erlebnis. Traurigkeit über den Verlust der vertrauten Familie, Verunsicherung, Wut, Selbstzweifel und Schuldgefühle sind die ständigen Begleiter von Trennungskindern. Das Erleben ist dabei je nach Alter der Kinder und Familiensituation natürlich unterschiedlich - und vor allem auch von der Kooperation der Eltern im Hinblick auf die Bedürfnisse der Kinder abhängig.

Die nächsten RAINBOWS-Gruppen starten Mitte Oktober in Wien! Online-Anmeldung

 

Kostenlose Informationsabende:
Dienstag, 24.09.2019, 18.00-19.00 Uhr, EKIZ 1020 Wien, Malzgasse 1
Freitag, 27.09.2019, 17.30-18.30 Uhr, RAINBOWS Landesstelle, 1160 Wien, Richard-Wagner-Platz 3

Der Abend bietet Betroffenen und interessierten Familien, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen etc. Gelegenheit, RAINBOWS kennenzulernen und über die Teilnahme eines Kindes an einer RAINBOWS-Gruppe zu entscheiden.Um Anmeldung wird gebeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

mia - Miteinander Auszeit

mia – Miteinander Auszeit ist ein präventives Angebot zur Stärkung der psychischen Gesundheit für Mütter oder Väter und Kinder. Dieses Kooperationsprojekt der OÖGKK und der pro mente Reha GmbH wird vom Land OÖ unterstützt und ist österreichweit in seiner Form einzigartig.

Presseaussendung am 2. Juli 2019

Papamonat: Lücken für Alleinerziehende schließen

Wien, 2. Juli 2019 – Mit dem Rechtsanspruch auf den Papamonat wird eine langjährige Forderung der Österreichischen Plattform umgesetzt. Dieser ist ein wichtiger Baustein sowohl für die Eltern-Kind-Bindung als auch für die weitere Gleichstellung der Eltern in der Care Arbeit für ihre Kinder. „Die Erfahrung zeigt uns, dass Familien nach der Trennung ihre gelebten Familienmodelle weiterführen. Sind beide Elternteile von Anfang an in die Kindererziehung mit eingebunden, hat das viele positive Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung nach der Trennung“, so Evelyn Martin, Vorsitzende der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende. Dieser Rechtsanspruch braucht jetzt aber noch einige nachgestellte Verbesserungen, damit er für alle Familien in einem großen Maße lebbar wird und somit die gewünschten gesellschaftlichen Veränderungen nach sich ziehen kann.

Was brauchen Alleinerziehende
Die Herausforderung, die die Zeit nach einer Geburt mit sich bringt, stellt sich für Alleinerziehende verstärkt. Das muss in der Gesetzgebung berücksichtigt werden. Der Familienzeitbonus muss den Eltern unabhängig von der Haushaltszugehörigkeit oder Familienform zur Verfügung stehen. „Bereits in der Begutachtung des Familienzeitbonusgesetzes vor 3 Jahren haben wir gefordert, dass Väter auch bei getrennten Haushalten den Papamonat in Anspruch nehmen können“ so Martin weiter. Wünschenswert wäre auch die Ausdehnung des Personenkreises für die Inanspruchnahme der Freistellung wenn ein Elternteil längerfristig verhindert ist, ähnlich wie bei der Pflegefreistellung.“

Zur Organisation: 2018 lebten in Österreich 168 700 Alleinerziehende davon waren 90% Mütter und 10% Väter. Sie hatten die Sorgepflicht für ca. 251 000 Kinder unter 25 Jahren, davon waren wiederum ca. 20 000 Kinder unter drei Jahre alt. Ihre Armutsgefährdung liegt lt. EU-Silc bei 37%, ihre Armuts-und/oder Ausgrenzungsgefährdung bei 44%.

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) setzt sich seit mehr als 30 Jahren als unabhängige politische Interessenvertretung bundesweit auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für Ein-Eltern-Familien ein. Die ÖPA ist Mitglied im Familienpolitischen Beirat des Bundeskanzleramtes für Frauen, Familie und Jugend und Gründungsmitglied von European Network of Single Parent Families (ENoS).

Presseaussendung

Pressekonferenz am 18. Juni 2019

Was wir von einer neuen Regierung erwarten


Soziale Sicherheit: Stärken und Schwächen des sozialen Netzes aus Sicht der Armutsbekämpfung.
Wer etwas verbessern will, muss sich zuerst fragen: Was sind die Stärken und was die Schwächen? Im besten Fall führt dies dazu, dass die Schwächen korrigiert und die Stärken optimiert werden. Das gilt auch für die soziale Sicherheit: Wo soziale Probleme steigen, müssen wir gegensteuern, wo soziale Probleme verhindert werden können, müssen wir weiter investieren. Die Erfahrungen aus der sozialen Praxis bieten eine Grundlage für die nächsten Schritte.

Die Armutskonferenz

pk soziale sicherung 20190618 08

 

 

Solidaritätspakt: Offener Brief an die Regierung

Solidaritätspakt – Offener Brief und Einladung an Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und alle Ministerinnen und Minister


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, werte Bundesministerinnen und Bundesminister,
mit großer Freude haben wir bei der Antrittsrede von Frau Dr.in Brigitte Bierlein wahrgenommen, dass es von ihrer Seite Gesprächsbereitschaft mit der Zivilgesellschaft gibt. Die letzten 17 Monate waren für die zivilgesellschaftlichen Bündnisse und Organisationen nicht nur aus finanzieller Sicht herausfordernd. Die Gesprächsbasis mit der Zivilgesellschaft ist in dieser Zeit von Seiten der Politik sukzessive schlechter geworden, sodass viele Anliegen und Bedürfnisse liegen geblieben sind.

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