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Eine Frau mit einem Büch über dem Kopf

Presseaussendung vom 13. März 2019

Alleinerziehende: Sozialhilfegesetz – keine Anerkennung der Mehrleistung von Familien. Im Sinne einer Gleichberechtigung aller Familien in Österreich appelliert die ÖPA, dieses Gesetz NICHT in dieser Form zu verabschieden.

 

Wien, 13.03.2019 – Das heute im Ministerrat präsentierte, überarbeitete Grundsatzgesetz zur neuen Sozialhilfe bleibt für Alleinerziehende weiter kritisch. Kürzungen bei den Kinderzuschlägen sind fix, der Bonus für Alleinerziehende bleibt weiter unsicher. Wohngemeinschaften wird die finanzielle Grundlage entzogen. „Besonders die im vorliegenden Gesetzesentwurf genannte Mehrleistung der Alleinerziehenden wird durch den Bonus als Kannbestimmung lächerlich gemacht.“ so Evelyn Martin, stv. Vorsitzende der ÖPA. „Hier wird die Würde der Menschen mit Füßen getreten, und zusätzlich macht sich ein neues Armutsfenster der Wohnungslosigkeit auf.“


Drohende Wohnungslosigkeit
Durch die vorgesehenen Kürzungen werden Familien mitunter ihrer finanziellen Grundlage so beschnitten, dass für sie das tägliche Leben nicht mehr zu bewältigen ist. „Wir befürchten, dass durch die Kürzungen Alleinerziehende in die Wohnungslosigkeit getrieben werden. Und was dann? Hier stehen dann Familien mit Kindern auf der Straße.“ Martin appelliert an die Regierung weiter: „Lasst nicht zu, dass Kinder auf der Straße landen!“ Alleinerziehende haben ohnehin mit großen Benachteiligungen am Arbeitsmarkt zu kämpfen, um ein gesichertes Einkommen für ihre Familien zu sichern. Stichwort Wohnungsmarkt und steigende Mieten: Bereits jetzt können viele Familien keinen angemessenen Wohnraum finden, leben in feuchten Wohnungen oder sind einer sehr hohen Lärmbelästigung ausgesetzt. Das neue Gesetz wird die Situationen für die Betroffenen noch wesentlich verschärfen.

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RAINBOWS Gruppenstart März 2019

Die Trennung oder Scheidung der Eltern stellt für Kinder eine große Herausforderung dar. Die vertraute Welt stürzt ein, eine Welle aus Wut, Angst, Schuldgefühlen und Enttäuschung bricht herein und sorgt für ein Gefühlschaos.

RAINBOWS setzt diesem Gefühlschaos Neuorientierung, Selbstvertrauen und Lebensfreude entgegen. Im Austausch mit Gleichaltrigen kommt dabei auch der Spaß nicht zu kurz.

Im März starten in verschiedenen Bezirken Wiens wieder RAINBOWS Gruppen  für Kinder nach Trennung/ Scheidung.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.rainbows.at

Bunte Ferienwoche für Klein & Groß

Das Ehe- und Familienzentrum Feldkirch bietet von So., 21. bis Fr., 26. Juli 2019 eine Ferienwoche für Klein & Groß an:

Das Ferienangebot richtet sich an Großeltern mit ihren Enkeln,  Elternpaare mit ihren Kindern …. einfach an alle „Klein-Groß-Konstellationen“, die sich angesprochen fühlen!!

 

Anmeldung bis 31. Mai 2019: +43 5522 74139 oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anreise:  mit Privatauto oder Bus (wird vom Ehe- und Familienzentrum organisiert)

 

Presseaussendung vom 9. Jänner 2019

Alleinerziehende in der geplanten „Sozialhilfe“!

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) sieht den Entwurf des neuen Sozialhilfegesetzes sehr kritisch

 

Wien, 09.01.2019 – Im Zusammenhang mit der Pressekonferenz der Armutskonferenz stellt Evelyn Martin, stv. Vorsitzende der ÖPA, fest: „Das geplante Gesetz zur Sozialhilfe sichert den notwendigen Lebensunterhalt auch bei Alleinerziehenden nicht.“ Für etwa 10.000 Kinder in Alleinerziehenden Familien wird es keine Erhöhung des Sozialhilfe Betrages geben. Dies lassen Berechnungen nach den Jahresdurchschnittszahlen 2017 erkennen. Die Einbußen sind zum Teil beträchtlich: „Alleinerziehende Familien mit drei und mehr Kindern sind besonders unterstützungswürdig. Gerade hier steigt die Mehrleistung des betreuenden Elternteils exponentiell an. Der angekündigte Bonus kommt hier nicht zur Wirkung“, so Martin weiter. Dies gilt für Familien in Wien, Oberösterreich, Salzburg. und Tirol, in denen 3 oder mehr minderjährige Kinder leben. Hier hebt sich der Bonus durch die degressiv gestalteten Kinderbeträge wieder auf.

 

Wohnen für Alleinerziehende
Durch ihre Familienform und ihre Benachteiligungen am Arbeitsmarkt haben Alleinerziehende auch erschwerten Zugang zum Wohnungsmarkt. „Stichwort“ ständig steigende Mietpreise. Für viele Alleinerziehende ist daher der Einzug in eine Wohngemeinschaft die einzige Möglichkeit für leistbares Wohnen. Werden diese in Zukunft als Bedarfsgemeinschaften gerechnet besteht die Gefahr einer zusätzlichen Armutsspirale. Ebenso sieht Martin durch die geplante Abschaffung eigener Bedarfsgemeinschaften in Haushalten große finanzielle Einbußen: „Für Alleinerziehende haben Wohngemeinschaften auch einen enormen sozialen Wert. Hier können sich die Familien gegenseitig in der Kinderbetreuung unterstützen oder auch im Krankheitsfall für einander da sein. Hier werden Menschen bestraft, die sich selbst organisieren.“ Weiters werden die Familien durch die geplante Umstellung auf Wohnsachkosten ihrer Selbstbestimmung beraubt. Das wiederspricht ganz grob dem Grundsatz der „Hilfe zur Selbsthilfe.“

 

Zur Organisation
Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) setzt sich seit mehr als 30 Jahren als unabhängige politische Interessenvertretung bundesweit auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für Ein-Eltern-Familien ein. Die ÖPA ist Mitglied im Familienpolitischen Beirat des Bundeskanzleramtes  und Gründungsmitglied von European Network of Single Parent Families (ENoS).

 

Kontakt
Doris Pettighofer, BA
Ltg. Geschäftsstelle
Mobil: +43 0676 9670908 
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Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Türkenstraße 3/3
1090 Wien
Tel.: 01/ 890 3 890
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Erklärung zur Mindestsicherung

Aus aktuellem Anlass haben Wissenschafter/innen verschiedener österreichischer Universitäten eine Erklärung zur Mindestsicherung verfasst:

Die Mindestsicherung ist ein wichtiger Teil des sozialen Netzes in Österreich, der soziale Ausgrenzung vermeiden und Menschen vor tiefer Armut bewahren soll. Sie dient der Linderung von Notlagen, in denen Menschen keine anderen Möglichkeiten zur Sicherung ihres Lebensunterhalts haben oder ihr Einkommen – oft auch trotz Erwerbstätigkeit – unter einer bestimmten Grenze liegt. Eine Inanspruchnahme ist mit umfangreichen Prüfungen und der Offenlegung der gesamten Lebens- und Einkommenssituation verbunden.

Das Anrecht auf diese Unterstützung auf Mindestniveau ist unabhängig von bisherigen eigenen Beiträgen zur Sozialversicherung. Denn die meist vorübergehend bezogene Mindestsicherung ist keine Versicherungsleistung, sondern soll als unterstes Auffangnetz notleidenden Menschen ein Leben in Würde ermöglichen. Sie orientiert sich also am Bedarfsprinzip: Was braucht ein Mensch heute in unserer Kultur zum (Über)Leben. Einen Anspruch darauf hat man, weil man ein Mensch ist, und nicht, weil man vorher etwas beigetragen hat. So soll auch verhindert werden, dass Personen, die am Arbeitsmarkt keine Chance haben, letztlich zu menschenunwürdigen und gesellschaftlich unerwünschten Auswegen gezwungen sind, wie etwa Betteln, Prostitution oder Ladendiebstahl.

Wachsende soziale Ungleichheiten und steigende Armut sind daher nicht nur aus der Sicht der Betroffenen höchst problematisch. Sie ziehen Folgekosten nach sich und gefährden den sozialen Frieden und den Zusammenhalt der Gesellschaft insgesamt. Studien zeigen, dass von einer gerechten Verteilung der Chancen und Ressourcen alle in der Gesellschaft profitieren - sogar die Reichen. Die Mindestsicherung ist kein Polster zum Ausruhen, sondern deckt schon jetzt nur die notwendigsten Bedürfnisse und kann Armut nicht wirklich vermeiden. Studien zeigen, dass es MindestsicherungsbezieherInnen gesundheitlich schlechter geht und dass sie überdurchschnittlich oft in schlechten Wohnverhältnissen leben. Betroffene Kinder erleben in vielen Bereichen – in der Schule, in der Freizeit – soziale Ausgrenzung. Wichtig wäre es, die Mindestsicherung so auszubauen, dass Kinderarmut und Gesundheitsgefährdung vermieden werden.

Weiterlesen: Erklärung zur Mindestsicherung

Presseaussendung vom 28. November 2018

Neue Mindestsicherung verfehlt wieder Ziel der Armutsvermeidung

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende appelliert an die Regierung die Mindestsicherung menschenwürdig zu gestalten und die Armut nicht weiter zu verfestigen.

Wien, 27.11.2018: „Die Veränderungen in der neuen Mindestsicherung sind einmal mehr ein „sparen“ an denen in unserer Gesellschaft, die staatliche Unterstützung am dringendsten brauchen. Zu dieser Gruppe gehören zu einem hohen Anteil auch Alleinerziehende und ihre Kinder, so Evelyn Martin, stv. Vorsitzende der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende anlässlich der heute beschlossenen Regelung zur Mindestsicherung. Die Mindestsicherung ist das unterste Netz, das Familien auffängt, wenn sonst keine Unterstützungen und Sozialleistungen mehr greifen. Dieses Netz muss so gestaltet sein, dass Teilhabe- und Zukunftschancen besonders für Kinder gesichert sind.

Kinderzuschläge armutsvermeidend gestalten
Die zukünftigen Differenzierungen bei Kinderzuschlägen sind ausgrenzend und machen zusätzliche Probleme auf. Egal ob es Abstufungen nach Kinderanzahl oder Abstufungen nach Familienformen gibt. „Gerade eine Abstufung nach Kinderanzahl hat für Alleinerziehende mit drei kleineren Kindern massive Auswirkungen. Hier werden die Kürzungen deutlich spürbar und gleichzeitig sinken die Chancen auf eine existenzsichernde Erwerbsarbeit“, hält Evelyn Martin fest. „Außerdem ist überhaupt nicht einzusehen, warum Kinder aus Paarfamilien anders behandelt werden als Kinder aus Alleinerziehenden Familien. Der Mehrbelastungen von Alleinerziehenden Familien muss in anderen Unterstützungssystemen, wie etwa in der Unterhaltsregelung, Rechnung getragen werden.“ Ausreichende Kinderzuschläge sichern vor allem ihre Bildungschancen. Bereits jetzt ist es Kindern in rund 20% der Haushalten mit Mindestsicherungsbezug aus finanziellen Gründen nicht möglich, an Schulaktivitäten teil zu nehmen. „Mit der Neuregelung der Kinderzuschläge in der Mindestsicherung läuft Österreich Gefahr, jungen Menschen den Bildungszugang zu erschweren und Ihre Armutslage zu verfestigen, drückt Martin ihre Befürchtungen aus.

Vermögenszugriff menschenwürdig ausbauen
„Nicht nur Alleinerziehende müssen sich oftmals Herausforderungen stellen, die ihre Existenz massiv gefährden,“ erklärt Martin weiter. „Der Zugang zu Leistungen und Maßnahmen muss daher - wenn sie notwendig sind - ohne große bürokratische Hürden zugänglich sein. Es ist notwendig, den Vermögenszugriff noch einmal genau anzuschauen und diesen sinnvoll auszubauen.“
75 % der Familien mit Mindestsicherung ist es jetzt schon nicht möglich, unerwartete Ausgaben zu tätigen. Vermögenszugriffe dürfen daher nicht auf eine weitere Verarmung der Familien abzielen. Die Höhe des nicht antastbaren Vermögens soll jeder Familie ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe ermöglichen.

Überbrückung als Prävention gegen Armut
Vielfach sind diese Familien auf Aufzahlungen zu ihrer Erwerbstätigkeit angewiesen um ihre Existenz zu sichern oder auch auf Überbrückungen, um nicht in die Armut abzurutschen. Die Gründe dafür sind vor allem Teilzeitarbeit aufgrund fehlender Kinderbetreuung und fehlender Vollzeitjobs in Branchen mit niedrigem Lohnniveau. Aber auch fehlende oder geringe Unterhaltsleistungen für Kinder führen zu sozialen Notlagen in den Familien. Evelyn Martin: „Alleinerziehende brauchen dringend die Anerkennung ihrer Leistungen für die Gesellschaft und einen wohlwollenden Blick der politischen Entscheidungsträger darauf.

Presseaussendung

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Diskussionsveranstaltung "Karenz 3.0"

Montag, 10. Dezember 2018 - 15:00 Uhr

STUWO, Strozzigasse 6-8, 1080 Wien

 

Entsprechen die Karenzmöglichkeiten dem Bedarf heutiger Familien?

 

Es diskutieren:

Univ.Prof.Dr. Wolfgang Mazal. Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung

Mag. Bernhard Baier, Präsident des Österreichischen Familienbundes

Doris Pettighofer, BA, Österreichische Plattform für Alleinerziehende

Mag.a Susanne Stokreiter-Strau, Expertin Kinder- und Jugendhilfe

 

Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0274277304 wird gebeten. Kinderbetreuung wird gerne auf Anfrage bereitgestellt, mit der Bitte den Bedarf mindestens eine Woche im Vorhinein bekanntzugeben.

Einladung

 

Der Mehrwert der Männer im Leben ihrer Kinder

Verpass nicht die Rolle deines Lebens!

Dienstag, 23. Oktober 2018 von 18:30 bis 21:00 Uhr
Leo-Saal, Stephansplatz 3, 1010 Wien

Programm:
18:00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer/innen
18:30 Uhr Begrüßung und Eröffnung
18:45 Uhr Väter als neue Mütter. Wieviel Mütterlichkeit braucht ein Vater?
19:15 Uhr Väter sind keine Mütter. Welchen Vater braucht ein Kind?
19:45 Uhr Podiumsdiskussion
20:30 Uhr Ausklang und Vernetzung


Anmeldung bitte bis 18. Oktober 2018 per Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 01/51552-3201
Kinderbetreuung auf Anfrage durch den Omadienst des
Katholischen Familienverband

Einladung

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