O F F E N E R B R I E
F-M E D I E N M I T T E I L U N G
An die Staats- und Regierungschefs der Länder Europas Bern/Berlin, 16. Mai 2009
2010 - Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und
sozialer Ausgrenzung Keine Kinderarmut in Europa! Die
Alleinerziehendenverbände fordern gezielte Maßnahmen gegen die Armut in Einelternfamilien
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Kinderarmut in Europa hat ein dramatisches Ausmaß
angenommen. Längst ist erkannt, dass in erster Linie Kinder in
Einelternfamilien betroffen sind. Das Armutsrisiko der Kinder In der EU beträgt
19 Prozent, dasjenige der Kinder in Einelternfamilien 35 Prozent (2005).
Die Europäische Union hat den Kampf gegen Armut und soziale
Ausgrenzung zu ihren wichtigsten Zielen erklärt. Dennoch fehlen nach wie vor gezielte
Programme gegen das außerordentliche Armutsrisiko, dem Kinder in
Einelternfamilien ausgesetzt sind.
Ungerechtigkeit gegenüber Alleinerziehenden bei der Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten
Presseaussendung vom 12.05.2009
Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende spricht sich für eine gerechte Steuerpolitik für Ein-Elternfamilien aus.
„Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten ist eine Ungerechtigkeit gegenüber Alleinerziehenden – sie bringt keine finanzielle Entlastung und geht an den Bedürfnissen von den meisten Ein-Eltern-Familien vorbei!“ findet die Vorsitzende der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende Regina Schlacht.
Neoliberale Wirtschaftspolitik hat vor allem Frauen geschadet und dazu beigetragen, dass die Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen größer geworden und die Kluft zwischen Reich und Arm enorm gewachsen ist.
Wenn die, die am härtesten arbeiten, am meisten verdienen würden, wären Frauen Multimillionärinnen!
Wie schaut die von den Medien breit propagierte und von vielen hoch gelobte steuerliche Entlastung für Familien, die angeblich ein 15. Monatsgehalt bringt, für Alleinerziehende aus.
„Was heißt denn hier Familie?“ Unter diesem Titel macht sich Ulli Moore vom Forum Beziehung Ehe Familie kritische Gedanken zum Familienbegriff. www.eheonline.at Sie greift dabei auf einen Artikel im Standard zurück, wo sich Kardinal Christoph Schönborn über seinen Familienbegriff äußert. Zu unserem Erstaunen und großen Bedauern sieht Kardinal Schönborn Familie nur dort, wo eine „dauerhafte Gemeinschaft von Mann und Frau, die für Kinder offen ist” besteht.