eine große Persönlichkeit und Kämpferin für die Rechte der Frauen ist tot.
Ihr Ableben löst in der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende Betroffenheit und Trauer aus.
Die ÖPA fand für die Anliegen Alleinerziehender bei der
sozialdemokratischen Frauenpolitikerin ein offenes Ohr. Bereits 1988 veranstaltete die ÖPA gemeinsam mit dem damaligen Staatssekretariat für Frauenfragen eine Enquete zum Thema "Alleinerziehend" (m)eine Lebensform. Am
Podium Johanna Dohnal, die in ihrer unverwechselbar schlagfertigen Art klare
Worte zur Situation Alleinerziehender fand.
In treffender Situationsanalyse hat sie bis dahin tabuisierte Themen wie
etwa Gewalt in der Familie oder gesellschaftliche Machtstrukturen ins Gespräch gebracht und an politischen Veränderungen gearbeitet. Sie ermutigte viele
Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und dazu, "ihre Sache" selbst in die
Hand zu nehmen. "Wer soll sich für unsere Rechte einsetzen, wenn nicht
wir", war eine ihrer Aussagen. Frauenpolitik hat mit Johanna Dohnal erst
einen anerkannten Stellenwert erhalten.
Regina Schlacht, Vorsitzende der ÖPA, sieht in Johanna Dohnal die
wichtigste Frauenpolitikerin des 20. Jahrhunderts.