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Kinderbetreuungsgeld Neu und Alt Seite drucken Seite senden an ...

Presseaussendung vom 03.07.2009

Kinderbetreuungsgeld -  Im Sinne der Kinder

Die gesamte Bezugsdauer für AlleinerzieherInnen fordert Regina Schlacht, Vorsitzende der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende

 

Aufgrund der derzeitigen Debatte um die Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes, wiederholt die Österreichische Plattform für Alleinerziehende ihre langjährige Forderung: Die Dauer des vollen Bezugs muss für AlleinerzieherInnen und Paare gleich lang sein.



Von den 164.000 Personen, die im Mai 2009 Kindergeld bezogen haben, sind rund 27.000 allein erziehend.

Derzeit kann die volle Bezugsdauer für die drei bestehenden Varianten nur von Paaren in Anspruch genommen werden. Ob bei der neuen einkommensabhängigen Variante auch Alleinerziehende die letzten beiden Monate beanspruchen können, darüber ist sich die Koalition uneinig.


"Warum werden Kinder von Alleinerziehenden anders behandelt, als Kinder in Vollfamilien? Die ideologische Debatte um den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes geht wesentlich am Kind vorbei", sagt Regina Schlacht.

 

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende fordert für alle Kindergeldvarianten die gesamte Bezugsdauer auch für AlleinerzieherInnen, um die bestehende Diskriminierung von Alleinerziehenden und ihren Kindern zu beseitigen.

 

Armutsfalle Kinderbetreuungsgeld

Es kann nicht sein, dass eine Frau mit Kindergeldbezug aufgrund der Trennung von ihrem Partner plötzlich in die Armutsfalle schlittert. Vor allem durch die lange Variante (€ 436,- pro Monat) verarmt eine Alleinerzieherin mit Kind automatisch. Die Armutsgefährdung von Kindern in Ein-Eltern-Familien ist doppelt so hoch als in Vollfamilien. Eine zusätzliche Gefährdung stellt der fehlende Kündigungsschutz dar, wenn eine Frau nach 2,5 Jahren wieder in den Beruf einsteigen will.

 

Zu wenige Kinderbetreuungseinrichtungen für alle Altersgruppen tragen zusätzlich bei, dass das Aufziehen der Kinder kaum mit einer existenzsichernden Berufstätigkeit zu vereinbaren ist. „Hier ist auf allen Ebenen Handlungsbedarf gegeben!“ sagt Schlacht.

 

Zuschuss muss bleiben

Zuletzt wurde auch noch diskutiert den Zuschuss zu streichen. Die Abwicklung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, die dies zukünftig abfangen soll, ist jedoch noch völlig unklar und vor allem daran gebunden, dass die Frau dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

 

Keine Valorisierung erfolgt

Durch die Inflation hat das Kinderbetreuungsgeld seit seiner Einführung vor sieben Jahren mehr als 18% Wert verloren.

So wie bei anderen Familienleistungen erfolgte auch beim Kinderbetreuungsgeld keine Valorisierung. Daher ist eine jährliche Inflationsanpassung ein unbedingtes Muss.

Es darf nicht zur Armutsfalle werden, ein Kind alleine zu erziehen, fordert die ÖPA.

 

DSA Elisabeth Wöran

Österreichische Plattform für Alleinerziehende

1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 33/2/19

01/890 3 890 www.oepa.or.at

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ÖPA
Österreichische Plattform für Alleinerziehende
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Tel.: 01 / 890 3 890
E-Mail: oepa@oepa.or.at

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