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Eine Frau mit einem Büch über dem Kopf

Offener Brief von Alleinerziehenden an die RegierungsverhandlerInnen

Forderung Unterhaltsgarantie und Kinderkostenstudie
 
Sehr geehrte Verhandlerinnen und Verhandler,
derzeit legen Sie wichtige Maßnahmen für die künftige Regierungsarbeit fest, darunter das Budget für familienpolitische Angelegenheiten.  Kürzungen und Null-Defizit stellen Sie als notwendigen Schritt dar. Die Pläne der Regierung sehen vor, dass die Einnahmen für den FLAF (Familienlastenausgleichfonds) drastisch gekürzt werden sollen, was massive Kürzungen im Bereich der Familienförderung mit sich tragen muss. Nun fragen wir Alleinerziehende, was das für uns und unsere Kinder bedeuten wird? Bereits jetzt müssen sehr viele von uns mit sehr geringem Budget und wenig sozialstaatlicher Sicherheit ihr Auskommen finden. Fast jede zweite (40%) Alleinerziehende lebt mit ihren Kindern am Existenzminimum. Im Alltag bedeutet das bei der Kleidung und beim Essen sparen zu müssen. Auch die Finanzierung der monatlichen Miete ist eine Herausforderung.
 
Wir fordern eine bedarfsdeckende Unterhaltssicherung in Höhe der Regelbedarfssätze für jedes unserer Kinder!
Unsere Armutsgefährdung liegt unter anderem darin begründet, dass unsere Kinder keine Garantie haben, Kindesunterhalt zu bekommen. Familienpolitisch wie auch rechtlich hat man für eine Unteralimentation keine Lösung gesucht. Laut einer Fragebogenerhebung der ÖPA (Österreichische Plattform für Alleinerziehende) bekommt jede zweite Alleinerziehende für ihr Kind weniger Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss, als der Regelbedarf vorsieht und jede fünfte bekommt gar nichts! Unsere Kinder haben ein Recht auf einen bedarfsdeckenden Unterhalt!  Eine Verbesserung des Unterhaltsgesetzes steht seit 2008 im Regierungsprogramm. Wir möchten daran erinnern, dass sowohl Sebastian Kurz als auch Heinz Christian Strache in der PULS4 - Elefantenrunde ein “JA-Taferl” erhoben haben und für eine Unterhaltssicherung für Kinder von Alleinerziehenden stimmten. Die Unterhaltsgarantie könnte als Ausgleichsleistung gewährt werden, wenn die Beiträge des Unterhaltspflichtigen, aus welchen Gründen auch immer, ausfallen oder nicht die Höhe der Regelbedarfssätze erreichen. Die Unterhaltsgarantie kann etwa an die Familienbeihilfe und den Wohnsitz in Österreich geknüpft werden. Es kann aber auch ein anderes Unterhaltssicherungs-Modell erarbeiten werden, sofern es eine echte und bedarfsdeckende Unterhaltssicherheit für unsere Kinder darstellt.

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Offener Brief Kinderkosten-Erhebung

Sachorientierte Politik braucht empirische Grundlagen, anhand derer politische Optionen geprüft und diskutiert werden können. Bei den Kosten, die Familien für ihre Kinder aufwenden müssen, fehlen diese. Wohnen, Essen, Kleidung, Ausgaben für Kinderbetreuung und Schule oder auch Freizeit und Urlaub - es müssen unterschiedlichste Kosten abgedeckt werden. Wie hoch diese tatsächlich sind, ist jedoch unbekannt. 

Offener Brief: Kinderkostenerhebung

Presseaussendung vom 06. Dezember 2017

Alleinerziehende fordern Kinderkostenstudie für zeitgemäße Familienpolitik
UTL.: Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) unterstützt offenen Brief zu Kinderkostenstudie


Wien, 06.12.2017 -  „Kinder kosten Geld. Miete, Lebensmittel, Kleidung u.v.m. müssen bezahlt werden und die Regierung weiß nicht, wieviel ein Kind in Österreich wirklich kostet“, stellt Gabriele Fischer – Vorstandsvorsitzende der ÖPA fest. Familienleistungen müssen anhand der tatsächlichen Ausgaben berechnet werden. Bei Kindern von Alleinerziehenden wird anhand veralteter Statistiken der Regelbedarfssatz festgelegt. In einem offenen Brief an die Klubobleute und die RegierungsverhandlerInnen fordern mehr als 80 Organisationen und WissenschaftlerInnen die Durchführung einer Kinderkostenstudie. „Wir brauchen aktuelle Erhebungen über die Kosten für Kinder, um sicher zu stellen, dass Kinderarmut effektiv bekämpft werden kann, “ betont Fischer und weiter: „Eine Unterhaltssicherung, wie sie vor der Wahl medienwirksam von allen TeilnehmerInnen der Puls 4 Elefantenrunde versprochen wurde, muss den tatsächlichen Bedarf von Kindern abdecken und eine aktuelle Kinderkostenstudie zur Grundlage haben.“


Letzte Erhebung aus dem Jahr 1964
Die letzte Erhebung, wie viel Familien für ihre Kinder aufwenden müssen um ihre Bedürfnisse abzudecken, fand 1964 statt. Seitdem hat sich die Ausgabenlage wesentlich verändert. Beispielsweise waren Handys und Computer damals noch nicht am Markt. Derzeitige Regelbedarfssätze im Unterhaltsrecht oder in der Familienförderung basieren immer noch auf den Zahlen der 1960er Jahre. Diese werden jährlich anhand des Verbraucherpreisindex angepasst. Es braucht endlich eine solide Grundlage für diese Berechnungen! Wir fordern die künftige Bundesregierung auf, umgehend eine neue Kinderkostenstudie durchzuführen, welche die aktuellen Aufwendungen für Familien berücksichtigt. Nur wenn die finanzielle Lage von Familien neu erfasst wird, können familienpolitische Maßnahmen realistisch geplant werden. Es ist höchste Zeit, auf die tatsächlichen Lebenslagen von Kindern und Familien einzugehen.


Mehr als 80 Organisationen fordern Kinderkostenstudie

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OÖ Schulveranstaltungshilfe NEU

In OÖ gibt es seitens des Landes OÖ eine finanzielle Unterstützung für Schulveranstaltungen. Diese wurde evaluiert und auf neue Beine gestellt. Vor allem haben jetzt auch Alleinziehende mit nur einem Kind die Möglichkeit, die Förderung zu beantragen. Dies war bis jetzt lt. Richtlinien nicht möglich. 

Weitere Informationen und Formulare

Presseaussendung vom 27. September 2017

Alleinerziehende begrüßen Einigung der Parteien auf Unterhaltssicherung

UTL.: Österreichische Plattform für Alleinerziehende fordert die rasche Umsetzung der versprochenen Unterhaltssicherung für alle Kinder


Wien, 27.09.2017 - Bei der Elefantenrunde am Sonntag zur Nationalratswahl 2017 auf Puls4 haben sich die SpitzenkandidatInnen aller Parlamentsparteien dafür ausgesprochen eine Unterhaltssicherung für Kinder von Alleinerziehenden einzuführen. Die Zustimmung aller SpitzenkandidatInnen zu einer Unterhaltssicherung muss genutzt werden, um Worten Taten folgen zu lassen. „Jetzt liegt es an den Parteien zu zeigen, was ihnen diese Kinder wirklich wert sind“, stellt die Vorstandsvorsitzende der ÖPA fest.


Unterhalt für alle Kinder von Alleinerziehenden
 „Wir freuen uns sehr, dass mit der Unterhaltssicherung eine unserer wichtigsten Forderungen in greifbare Nähe gerückt ist“, stellt Gabriele Fischer, Vorstandsvorsitzende der ÖPA fest und weiter: „Es wird ein großer Tag für sehr viele Kinder von Alleinerziehenden sein, wenn die Unterhaltssicherung tatsächlich beschlossen wird.“ Ein-Eltern-Haushalte haben mit im Schnitt 40% das größte Risiko für Armut oder Ausgrenzung. Einer der Gründe dafür ist, dass der getrennt lebende Elternteil seinen Unterhaltsbeitrag nicht leisten kann oder will. Eine Fragebogenumfrage der ÖPA aus dem Jahr 2012 ergab, dass 18% der Kinder von Alleinerziehenden weder Unterhalt noch Unterhaltsvorschuss erhalten. 54% bekommen Unterhalt unterhalb des altersgestaffelten staatlich festgelegten Bedarfs, den so genannten Regelbedarfssätzen.


Kinder kosten Geld
Miete, Lebensmittel, Kleidung u.v.m. müssen bezahlt werden. Eine Hochrechnung von Univ.-Prof. Reiner Buchegger in der Zeitschrift „Alleinerziehende auf dem Weg“ 02/2017 braucht ein Ein-Elternhaushalt mit Kind im Schnitt 8.600€ pro Jahr mehr an Einnahmen, um den gleichen Wohlstand zu haben wie ein Single-Haushalt. „Wenn beim Familieneinkommen der Beitrag eines Elternteils zum Unterhalt fehlt, leiden die Kinder darunter“, betont Fischer und stellt fest: “Es ist traurig und Österreichs nicht würdig, wenn Kinder beispielsweise in einer unbeheizten Wohnung den Winter verbringen müssen, weil der Unterhalt nicht gesichert ist.“ Gerade bei armen Familien fließt der Unterhalt direkt in eine bessere Lebensqualität der Familie ein und kommt damit zu 100% dem Kindeswohl zugute. „Eine Unterhaltssicherung wäre ein Meilenstein in der Armutsprävention und stärkt das Zukunftspotential und die gesellschaftliche Partizipation dieser Kinder, “ so Fischer.

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30 Jahre ÖPA !!!

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende feiert ihr 30-jähriges Bestehen!

Ein Grund zum Feiern und auch Grund darauf zu blicken, wie wir Alleinerziehende und ihre Kinder weiterhin unterstützen können, um ihnen einen gleichwertigen Platz neben vielen anderen Familienformen und die vollwertige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einzuräumen.

Wir laden Dich/Sie herzlich zu unserer Tagung und der anschließenden 30-jährigen Jubiläumsfeier ein!

Freitag, 20. Oktober 2017 - 13.00 bis 18.00 Uhr Tagung - 18.00 bis 20.00 Uhr Festakt
Seminar- und Veranstaltungszentrum Catamaran - Riverbox, Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien

Wir bitten um Anmeldung für Tagung und/oder Feier per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 01/890 3 890 und würden uns über Deine/Ihre Teilnahme sehr freuen!

Einladung

Das ÖPA-Team

RAINBOWS-Gruppen Wien

Anfang Oktober starten in Wien die nächsten RAINBOWS-Gruppen. RAINBOWS unterstützt die Kinder dabei, mit ihren Gefühlen und der aktuellen Familiensituation besser zurecht zu kommen. Es wird in Kleingruppen (vier bis fünf Kinder einer Altersstufe) mit kreativen, spielerischen und altersgerechten Methoden gearbeitet. 12 Gruppentreffen und 3 begleitende Elterngespräche finden im Zeitraum von ca. vier Monaten statt. Anmeldung

Kostenloser Informationsabend:
Freitag, 15.09. 2017 von 16.30 bis 18.00 Uhr, RAINBOWS Landesstelle, 1160 Wien, Richard-Wagner-Platz 3
Der Abend bietet Betroffenen und interessierten Familien, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen etc. Gelegenheit, RAINBOWS kennenzulernen und über die Teilnahme eines Kindes an einer RAINBOWS-Gruppe zu entscheiden. Um Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten

Presseaussendung vom 7. September 2017

Schulbeginn bringt viele Alleinerziehende und ihre Familien in finanzielle Not


UTL: 1.300 Euro zusätzlich an Schulkosten - Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) fordert anlässlich des Schulbeginns eine Kinderkostenanalyse.


Wien, 07.09.2017 - 855 Euro geben Familien im Schnitt pro Jahr für die Schule aus, Nachmittagsbetreuung ist hier noch nicht inbegriffen. "Aber Familien, die ihre täglichen Lebenserhaltungskosten kaum bestreiten können, sind Zusatzausgaben für Schulmaterial, Laptop und Nachhilfe nicht zuzumuten", so Gabriele Fischer, Vorstandsvorsitzende der ÖPA. Gerade Alleinerziehenden-Haushalte sind mit 38% verstärkt von Armut oder Ausgrenzung betroffen und mit ihnen ihre Kinder.

 

Kinder kosten Geld und niemand weiß wieviel
Doch die Schulkosten im Herbst sind nur ein kleinere Teil der laufenden Aufwendungen für Kinder: "Wir müssen die gesamten jährlichen Kosten für Kinder kennen, um einen Maßnahmenplan für armutsbetroffene Familien zu konzipieren", stellt Gabriele Fischer klar und bekräftigt die langjährige ÖPA Forderung einer Kinderkostenanalyse. Der Kostenfaktor Bildung ist für die Zukunft armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher ausschlaggebend. Bis zu 855 Euro pro Jahr geben Eltern laut AK für die Schule aus. Von Veranstaltungen wie Schullandwoche und Schulschikurs sind von Armut betroffene Kinder häufig ausgeschlossen. 20% der Kinder von Alleinerziehenden können nicht an Schulveranstaltungen teilnehmen. Dabei endet Bildung nicht in der Schule – hinzu kommen Nachhilfe sowie musische, kulturelle und sportliche Freizeitgestaltung - für Familien mit geringem Einkommen oft unerschwinglich.

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27. Mitgliederversammlung am 20. Oktober 2017

Die ÖPA heißt ihre Mitglieder zur 27. Mitgliederversammlung herzlich willkommen!

20. Oktober von 9:00 bis 12:00 Uhr

Seminar- und Veranstaltungszentrum CATAMARAN - Seminarraum Anna Boschek,  Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Wir bitten um Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einladung

 

Das neue Programm der Kontaktstelle für Alleinerziehende ist da

Programm September 2017 bis Jänner 2018

 

Die Kontaktstelle für Alleinerziehende Wien bietet neben vielfältigen Projekten und Veranstaltungen folgende Leistungen an:

 

Sozialberatung: Dienstag- oder Donnerstag nachmittags oder nach Vereinbarung auch an anderen Tagen.

Juristische Auskünfte und Beratungen:
Dienstag bis Donnerstag von 9:00 bis 15:00 Uhr und Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr.

Verpflichtende Elternberatung nach §95 Abs. 1 Außerstreitgesetz bei einvernehmlicher Scheidung:
Paargespräche nach telefonischer Terminvereinbarung. Kosten: € 25,00 pro Person

 

Anmeldungen erforderlich: Dienstag bis Donnerstag von 9:00 bis 15:00 Uhr telefonisch unter 01/51552-3343 oder 01/51552-3322

Kostenbeitrag für Beratungen: freiwilliger Kostenbeitrag von € 15,00 in Selbsteinschätzung. Bei finanziellen Engpässen ist es möglich, eine kostenfreie Beratung in Anspruch zu nehmen.